Pinklauf 2017

von GERD SCHAAR

Erfolgsmeldungen für die Spenden zur Krebshilfe gab es im Bad Brückenauer Rathaus. Neben dem Erlös aus dem Pink-Wohltätigkeitslauf, Verzehrerlösen und zusätzlichen Spenden in Gesamthöhe von 10 805 Euro, den Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks bekannt gab, fließen zusätzliche Spendeneinnahmen in Höhe von 2347 Euro für die Pink-Holzengel auf das Konto der Brustkrebs Deutschland e.V., die Kurt Müller jetzt als Scheck überreichte.

Freiwillige banden Schleifchen

Müller hatte 1000 Engel in seiner Hobby-Schreinerwerkstatt für die Pink-Aktion produziert. Etliche freiwillige Helfer standen ihm zur Seite und halfen beim Abschleifen der Holzfiguren. Aus den Holzengeln wurden Pink-Engel, denn jedes Exemplar erhielt noch eine entsprechende Schleife umgehängt, wozu weitere Helfer bereit standen. Etwa die Hälfte der Pink-Engel seien umgesetzt worden, informierte Müller. Holzengel aus seiner Werkstatt hätten schon viele Einsätze für den guten Zweck gefunden, so zum Beispiel in den Palliativstationen als kleiner Trost für Sterbende. Müllers grundsätzliche Engelsbeschreibung: „Ich weiß nicht, ob es Engel gibt – aber wenn ja, dann haben sie keinen goldenen Hintern, sondern Macken und Kanten – so wie wir“.

Meyerdierks freute sich über die erneute, dass die Zahl der Laufteilnehmerinnen erneut gestiegen ist. Genau 1074 seien es gewesen, bestätigt Rathausmitarbeiterin Karin Bauer aus der Tourismus-Info. Und das trotz schlechten Wetters und trotz des langen Wochenendes mit dem Feiertag, an dem für gewöhnlich viele Leute anderweitig verreisen. Die Teilnehmer am Pink-Lauf seien aus weitem Umkreis angereist – aus Hessen bis Oberfranken. Freilich traten ebenso viele Brückenauer und Teilnehmerinnen aus dem gesamten Landkreis Bad Kissingen an. Bauer: „Die Kreise werden erfreulicherweise immer größer, und es kommen jedes Jahr stets Neue hinzu“.

Von Kind bis Oma

Von Kleinkind bis zur 81-jährigen Oma seien Läuferinnen angetreten. Das Durchschnittsalter wurde auf etwa 40 Jahre geschätzt. Und immer mehr Männer seien von Jahr zu Jahr dabei. Da es sich bei Pink um einen reinen Frauenlauf handelt, müssen diese Männer sich Frauenkleider anziehent, was stets für Erheiterung sorgt. Stadtrat Erwin Miller habe sich beim ersten Pink-Lauf vor sechs Jahren sogar seinen Bart rasiert und eine Perücke aufgesetzt, erinnert sich Meyerdierks.

Von einer guten Resonanz 2016 berichtet Bauer: „Die Teilnehmerinnen sind heuer trotz des schlechten Wetters mit guter Stimmung fröhlich gestartet“. Das sei ein deutliches Zeichen, gegen die Betroffenheit der Krebserkrankungen ein klares Signal zu setzen. Die TV-Sporthalle sei voll belegt gewesen. Die Fair-Trade-Leute hatten Obst, Kaffee und Kuchen angeboten. „Ich habe keine einzige negative Stimme gehört“, sagt Bauer. Freilich werde es auch im kommenden Jahr wieder einen Pink-Lauf geben.